Im Laufe der Zeit verliert die Brust durch Gewebealterung, Schwangerschaften oder Gewichtsverlust an Spannkraft. Eine Bruststraffung (Mastopexie) entfernt überschüssige Haut, hebt Drüsenkörper sowie Brustwarze an und verleiht der Brust wieder eine dauerhaft feste, jugendlich-harmonische Form.

Bei der Bruststraffung stehen verschiedene, narbensparende Techniken zur Verfügung, die exakt an den Grad der Erschlaffung angepasst werden:
Periareoläre Straffung: Bei minimaler Erschlaffung verläuft der Schnitt ausschließlich kreisförmig um den Brustwarzenhof.
Vertikale Straffung: Bei moderater Erschlaffung verläuft der Schnitt um den Brustwarzenhof sowie senkrecht nach unten zur Unterbrustfalte.
T-Schnitt: Bei ausgeprägtem Hautüberschuss wird zusätzlich ein Schnitt in der natürlichen Unterbrustfalte gesetzt.
Über diese Zugänge wird der Drüsenkörper neu geformt und nach oben verlagert. Um ein dauerhaftes Ergebnis zu sichern, formen wir aus dem körpereigenen Gewebe einen „inneren BH/ internal bra“: Das Fettgewebe wird dabei nach oben versetzt und an den Brustmuskel fixiert und abgestützt. Diese interne Aufhängung entlastet die Hautnaht und gewährleistet langfristige Stabilität sowie eine dauerhaft jugendliche Projektion. Die Brustwarze wird samt Blut- und Nervenversorgung höher platziert und der Hautüberschuss präzise entfernt.
In den ersten Tagen ist mit Schwellungen, Hämatomen sowie einem leichten Spannungsgefühl zu rechnen. Zur Unterstützung der Formgebung und Entlastung der Wundnähte tragen Sie für ca. 6 Wochen konsequent einen speziellen Kompressions-BH. Die Fäden lösen sich in der Regel selbst auf und nur die Fadenreste werden nach ca.14 Tagen entfernt. Nach etwa 1 bis 2 Wochen sind Sie wieder gesellschaftsfähig.
Eine deutlich gestraffte Brustform ist sofort sichtbar. Das finale Endergebnis zeigt sich nach ca. 3 - 6 Monaten, wenn das Gewebe entspannt abgeheilt ist und die Narben beginnen zu verblassen. Die neue Form hält in der Regel für viele Jahre, wenngleich der natürliche Alterungsprozess des Gewebes weitergeht.
Die Mastopexie ist ein etablierter und sehr sicherer Eingriff. Zu den normalen Begleiterscheinungen zählen vorübergehende Schwellungen und Taubheitsgefühle an der Brustwarze, die meist innerhalb weniger Monate abklingen. Seltene Risiken sind Wundheilungsstörungen, Nachblutungen oder leichte Formasymmetrien. Durch präzise Nahttechniken lassen sich Risiken minimieren und Narben fein gestalten.
„Bei der Bruststraffung nutzen wir das vorhandene Gewebe wie einen körpereigenen BH. Die Brust erhält ihre jugendliche Festigkeit und natürliche Form zurück. Viele Frauen sind beeindruckt, dass solch eine Form ohne Implantat möglich ist.“






Vorübergehende Gefühlsminderungen nach der OP sind normal. Da die Brustwarze bei modernen Techniken jedoch an ihrem versorgenden Gewebestiel nach oben versetzt wird, kehrt das Gefühl in den allermeisten Fällen nach einigen Monaten wieder vollständig zurück.
Die Schnitte werden so exakt wie möglich platziert (um den Brustwarzenhof, senkrecht nach unten und ggf. in der Unterbrustfalte). Bei guter Narbenpflege verblassen die feinen Linien im Laufe von 12 bis 18 Monaten zu zarten, hellen Strichen.
Grundsätzlich ist die Stillfähigkeit nach einer Straffung nicht garantiert. Je nach gewählter OP-Technik und genanntem Befund kann die Verbindung zwischen dem milchproduzierenden Drüsengewebe, den Milchgängen und der Brustwarze jedoch intakt bleiben.
Ja, im Rahmen der Neuformung wird der Warzenvorhof in der Regel verkleinert und in ihrem Durchmesser proportional an die neue Brustgröße angepasst. Auch eine Verkleinerung der Brustwarze selbst ist möglich.