Schlaffes Haut- und Fettgewebe an den Oberschenkelinnenseiten lässt sich nach starker Gewichtsabnahme oder durch Alterungsprozesse meist nicht mehr durch Sport straffen. Eine Oberschenkelstraffung stellt feste Konturen wieder her und verhindert schmerzhaftes Wundscheuern beim Gehen.

Der Eingriff richtet sich an Frauen und Männer, die sich straffere Oberschenkelinnenflächen und definierte Konturen wünschen. Voraussetzung ist ein weitgehend stabiles Wunschgewicht.
Im ausführlichen Beratungsgespräch untersuchen wir die Hautelastizität, die Gewebebeschaffenheit sowie das genaue Ausmaß des Hautüberschusses. Darauf basierend wählen wir die operative Schnittführung aus, die das beste ästhetische Ergebnis bei möglichst unauffälliger Narbenbildung garantiert. Sehr häufig wird der Eingriff mit einer Fettabsaugung (Liposuktion) kombiniert, um das Gewebe schonend vorzudienen und die Oberschenkel optimal zu konturieren.
Je nach Ausmaß des Hautüberschusses kommen unterschiedliche Narbenverläufe zum Einsatz:
Horizontale Straffung: Bei geringerem bis moderat ausgeprägtem Hautüberschuss im oberen Drittel der Oberschenkel reicht ein waagerechter Schnitt in der Leisten- und Gesäßfalte. Die Narbe liegt später unauffällig in der Bikinizone.
Vertikale Straffung / T-Schnitt: Liegt ein ausgeprägter Hautüberschuss vor, der sich bis zum Knie erstreckt, ist eine vertikale Schnittführung an der Oberschenkelinnenseite erforderlich. Häufig wird diese mit der horizontalen Leistennarbe kombiniert (T-Schnitt / L-Schnitt), um den Oberschenkel sowohl in der Breite als auch in der Länge effektiv zu straffen.
Der Eingriff wird in Vollnarkose durchgeführt. Nach einer Fettabsaugung wird das überschüssige Gewebe exakt ausgemessen, entfernt und die Haut straff verankert. Die Verankerung an den tiefen Faszienschichten verhindert ein späteres Absinken der Narbe. Der Verschluss erfolgt feinst und mehrschichtig mit selbstauflösendem Nahtmaterial.
In den ersten Tagen nach der Operation ist körperliche Schonung essenziell. Da die Wundnähte in der Leistengegend bei Bewegung unter Zugspannung stehen, sollten Sie große Schrittweiten, tiefes Sitzen und extremes Spreizen der Beine vermeiden.
Für sechs Wochen tragen Sie ein maßgefertigtes Kompressionsmieder, das Schwellungen reduziert und die Gewebeheilung sichert. Das Ausmaß der Erholung hängt auch von einer eventuell kombinierten Liposuktion ab: Bei größeren Absaugmengen über 2,5 Litern ist ein vorübergehendes Schwächegefühl in der ersten Woche völlig normal. Leichte Alltagstätigkeiten sind nach etwa 10 bis 14 Tagen wieder möglich; auf Sport und schwere Belastungen sollten Sie für mindestens 6 bis 8 Wochen verzichten.
Direkt nach der OP ist die Straffung deutlich sichtbar. Das finale Endergebnis zeigt sich nach etwa 6 bis 12 Monaten, wenn alle Gewebeschwellungen abgeklungen sind und die Narben verblasst sind. Bei stabilem Körpergewicht ist das Ergebnis einer Oberschenkelstraffung dauerhaft. Die Beine wirken schmaler, glatter und das störende Reiben der Oberschenkelinnenseiten gehört der Vergangenheit an.
Zu den normalen Erscheinungen zählen Schwellungen, Hämatome und ein vorübergehendes Taubheitsgefühl an den Oberschenkelinnenseiten. Aufgrund der Beweglichkeit und Feuchtigkeit in der Leistenregion gehören verzögerte Wundheilungen zu den bekanntesten Risiken dieses Eingriffs. Weitere seltene Risiken sind Nachblutungen, Serombildung oder breitere Narbenverläufe.
„Eine Oberschenkelstraffung verleiht nicht nur schlankere Beine, sondern schenkt durch das Ende des schmerzhaften Wundscheuerns eine neue Bewegungsfreiheit.“






Für eine optimale Wundheilung sollten Sie mindestens 2 bis 4 Wochen vor und nach der OP auf das Rauchen verzichten. Setzen Sie blutverdünnende Medikamente (wie Aspirin oder Ibuprofen) nach Rücksprache mit uns ca. 14 Tage vor dem Eingriff ab und organisieren Sie für die ersten Tage eine Unterstützung im Haushalt.
Eine reine horizontale Straffung in der Leistenfalte reicht aus, wenn der Hautüberschuss gering ist und sich nur auf das oberste Drittel des Oberschenkels beschränkt. Reicht die Erschlaffung weiter nach unten Richtung Knie, ist ein vertikaler Schnitt (oft als T-Schnitt kombiniert) notwendig, da nur so der gesamte Umfang des Oberschenkels effektiv verschmälert werden kann.
Horizontale Narben verschwinden diskret in der Leistenfalte und werden von Unterwäsche oder Badehosen verdeckt. Die vertikale Narbe verläuft an der Innenseite des Oberschenkels und ist im Stehen von vorne oder hinten kaum zu sehen. Durch sorgfältige Nahttechniken und konsequente Narbenpflege verblassen sie im Laufe von 12 bis 18 Monaten zusehends.
Kurze, langsame Wege im Haushalt sind sofort möglich und zur Thromboseprophylaxe auch erwünscht. Allerdings sollten Sie in den ersten zwei Wochen kleine Schritte machen und starkes Beugen oder Dehnen der Hüfte vermeiden, um Zug auf den Nähten zu verhindern.