Starkes Schwitzen unter den Achseln (Achselhyperhidrose) ist für Betroffene eine erhebliche Belastung im Alltag. Die Schweißdrüsenabsaugung bietet eine dauerhafte und schonende Lösung.

Der Eingriff eignet sich für Frauen und Männer, die unter starker Achselhyperhidrose leiden und eine langfristige Alternative zu wiederkehrenden Botulinum-Injektionen suchen.
In einem ausführlichen Beratungsgespräch untersuchen wir die betroffenen Hautareale und beurteilen das Ausmaß der Schweißproduktion. Gemeinsam besprechen wir Ihre bisherigen Behandlungsversuche und klären, ob die Saugkürettage das ideale Verfahren für Sie darstellt. Durch die gezielte Entfernung der Drüsen reduziert sich nicht nur die Feuchtigkeit deutlich, sondern auch die für Geruch verantwortlichen apokrinen Drüsen werden größtenteils mit entfernt.
Der Eingriff erfolgt schmerzfrei in Tumeszenz-Lokalanästhesie. Dabei wird eine spezielle Anästhesielösung in das Gewebe unter den Achseln eingebracht, die das Areal betäubt, das Gewebe lockert und Blutungen minimiert.
Über winzige, nur wenige Millimeter kleine Schnitte in den natürlichen Hautfalten der Achsel wird eine Spezialkanüle eingeführt. Mit dieser Kanüle werden die Schweißdrüsen im Unterhautfettgewebe mechanisch von der Hautunterseite abgeschabt (Kürettage) und zeitgleich abgesaugt (Absaugung). Zum Abschluss werden die kleinen Zugänge fein vernäht oder mit Pflasterstreifen verschlossen und ein komprimierender Verband angelegt.
Nach dem Eingriff treten Schwellungen, leichte Blutergüsse und ein taubes Gefühl in den Achselhöhlen auf, die innerhalb der ersten Wochen stetig abklingen. Zur Reduktion von Wundflüssigkeit und zur Gewebeunterstützung tragen Sie zwei Wochen eine leichte Kompressionsbandage oder eine spezielle Weste. Die Schnitte heilen rasch ab und hinterlassen kaum sichtbare, punktförmige Narben. Im Alltag sind Sie bereits nach 2 bis 3 Tagen wieder voll einsatzfähig.
In den ersten sechs Monaten nach der Operation ist die Schweißsekretion im behandelten Areal nahezu vollständig ausgeschaltet. Nach etwa sechs Monaten regenerieren sich verbliebene Schweißdrüsen teilweise, sodass wieder eine leichte Schweißbildung einsetzt, die sich typischerweise auf einem ganz normalen, physiologischen Maß einpendelt. Da einmal abgesaugte Schweißdrüsen sich nicht wieder neu bilden, ist diese Reduktion dauerhaft. Sollte in seltenen Fällen dennoch eine störende Restaktivität verbleiben, kann der Eingriff problemlos wiederholt werden.
Die Schweißdrüsenabsaugung ist ein äußerst bewährter, risikoarmer und gewebeschonender Eingriff. Zu den normalen temporären Begleiterscheinungen zählen Schwellungen, blaue Flecken und eine vorübergehende Taubheit der Achselhaut. Seltene Risiken umfassen Wundheilungsstörungen, Nachblutungen, punktuelle Verwachsungen oder eine vorübergehende Hautreizung.
„Die Schweißdrüsenabsaugung schenkt Betroffenen Lebensqualität zurück: Kein Verstecken von Schweißflecken mehr, sondern pure Unbeschwertheit bei der Kleiderwahl und im täglichen Miteinander.“






Direkt nach der Operation ist die Schweißsekretion für etwa sechs Monate fast vollständig ausgeschaltet. Nach dieser Zeit kommt es durch die Regeneration einzelner Schweißdrüsen wieder zu einer leichten Zunahme des Schwitzens, welches sich dann jedoch dauerhaft auf einem ganz normalen Niveau einpendelt.
Einmal entfernte Schweißdrüsen wachsen nicht wieder nach. Das Endergebnis nach sechs Monaten ist daher dauerhaft. Sollte bei sehr ausgeprägter Hyperhidrose noch ein störender Schweißfluss verbleiben, kann die Saugkürettage problemlos nachbereitet oder wiederholt werden.
Im Gegensatz zur chirurgischen Nervendurchtrennung (Sympathektomie) ist das Risiko für kompensatorisches Schwitzen an anderen Körperstellen bei der lokalen Schweißdrüsenabsaugung extrem gering, da nur die lokalen Drüsen in der Achselhöhle entfernt werden.
Die Schweißdrüsenabsaugung gilt bei den gesetzlichen Krankenkassen meist als Selbstzahlerleistung. In Einzelfällen und bei nachgewiesener, schwerer Hyperhidrose (nach erfolglosen konservativen Vorbehandlungen) kann ein Antrag auf Kostenübernahme bei der Kasse gestellt werden. Wir beraten Sie hierzu gerne.