Ein Volumenverlust der äußeren (großen) Schamlippen tritt häufig im Zuge des natürlichen Alterungsprozesses, nach Schwangerschaften oder durch eine starke Gewichtsabnahme auf. Verstreicht das polsternde Fettgewebe, bedecken die äußeren Schamlippen den Intimbereich nicht mehr vollständig. Dies führt nicht nur zu ästhetischer Unzufriedenheit, sondern oft auch zu mechanischen Reizungen durch reibende Kleidung.

Der Eingriff eignet sich für Frauen, die sich an erschlafften, dünnen oder asymmetrischen äußeren Schamlippen stören und sich eine natürliche Fülle sowie den verlässlichen Schutz der inneren Intimregion wünschen.
In einem feinfühligen und diskreten Beratungsgespräch untersuchen wir die Struktur und Elastizität des Gewebes. Gemeinsam besprechen wir die passenden Methoden – insbesondere den nachhaltigen Aufbau mit Eigenfett (Lipofilling) oder die sanfte Modellierung mit Hyaluronsäure. Falls gewünscht, klären wir auch, ob eine Kombination mit einer Schamlippenverkleinerung der inneren Labien sinnvoll ist, um ein perfektes Gesamtergebnis zu erzielen.
Je nach gewählter Methode erfolgt die Behandlung ambulant und schmerzfrei:
Aufbau mit Eigenfett (Lipofilling): Über winzige Zugänge wird eine kleine Menge Spendefett (z. B. am Bauch, der Hüfte oder den Oberschenkeln) gewebeschonend abgesaugt, aufbereitet und mit feinsten Spezialkanülen fächerförmig in die äußeren Schamlippen eingebracht.
Aufbau mit Hyaluronsäure: Eine speziell vernetzte, gut verträgliche Hyaluronsäure wird direkt in das Unterhautgewebe injiziert und präzise modelliert. Dieser Eingriff dauert nur etwa 30 Minuten und erfordert keine Fettabsaugung.
Nach der Behandlung steht die Schonung des frisch modellierten Gewebes im Vordergrund. Beim Lipofilling ist Druckentlastung entscheidend, damit die injizierten Fettzellen optimal an das Blutgefäßsystem anschließen und dauerhaft einheilen.
In den ersten Tagen klingen leichte Schwellungen und blaue Flecken durch sanftes Kühlen schnell ab. Auf enge Kleidung sollte für zwei Wochen verzichtet werden. Eine behutsame Hygiene mit lauwarmem Wasser unterstützt den Heilungsverlauf. Alltagstätigkeiten sind meist am Folgetag wieder möglich. Auf Sport, Saunagänge, Vollbäder und Intimverkehr sollten Sie für etwa 2 bis 4 Wochen verzichten.
Die vergrößerten und geglätteten Schamlippen zeigen direkt nach der Behandlung ihre neue, runde Form. Bei der Hyaluronsäure-Behandlung hält das Ergebnis je nach Material ca. 12 bis 18 Monate an und kann jederzeit aufgefrischt werden. Beim Eigenfettaufbau heilt ein Großteil der Fettzellen (ca. 70 %) dauerhaft ein – das finale, stabile Ergebnis steht nach etwa 3 Monaten fest und bleibt langfristig bestehen.
Der Schamlippenaufbau gehört zu den besonders risikoarmen Behandlungen der Intimchirurgie. Zu den normalen Begleiterscheinungen zählen vorübergehende Schwellungen, leichte Rötungen oder kleine Hämatome. Beim Lipofilling kann sich ein Teil des Fettes in den ersten Wochen wieder abbauen, was im Vorfeld bei der Dosierung berücksichtigt wird. Infektionen oder Knötchenbildungen sind extrem selten.
„Ästhetische Intimchirurgie bedeutet für uns, funktionelle Beschwerden und das Wohlgefühl im eigenen Körper in Einklang zu bringen – absolut diskret, hochprofessionell und ohne Raum für Schamgefühl.“






Das hängt von Ihren individuellen Wünschen ab. Eigenfett ist ideal, wenn Sie ein dauerhaftes Ergebnis anstreben und gleichzeitig ausreichend Spendefett an Bauch oder Hüfte vorhanden ist. Hyaluronsäure ist die perfekte, schmerzfreie Alternative ohne Ausfallzeit, wenn Sie keine Fettabsaugung wünschen und die Methode unverbindlich testen möchten.
Nein. Die Injektions- oder Absaugstellen werden lokal betäubt oder auf Wunsch im sanften Dämmerschlaf behandelt. Nach dem Eingriff spüren Patientinnen meist nur ein leichtes Druckgefühl oder einen milden Muskelkater an der Entnahmestelle.
Bei der Hyaluronsäure-Behandlung entstehen keinerlei Narben. Beim Eigenfett-Transfer sind lediglich mm-kleine Einstichstellen an den Absaug- und Injektionszonen erforderlich, die nach dem Ausheilen nahezu unsichtbar verblassen.
Nein. Die Injektion erfolgt sicher im Unterhautfettgewebe. Die feinen Nervenbahnen werden geschont, sodass Gefühl und Empfindsamkeit uneingeschränkt erhalten bleiben.