Brust­implantat­wechsel

Ein Brustimplantatwechsel wird notwendig, wenn sich Wünsche an Form oder Volumen ändern, das Implantat gealtert ist oder Gewebeveränderungen wie eine Kapselfibrose auftreten.

Aus einen Blick

Gut zu wissen

Behandlungsdauer
ca. 2 bis 3 Stunden
Anästhesie
Vollnarkose
Klinikaufenthalt
1 Nacht stationär (oder ambulant bei unkompliziertem Wechsel)
Gesellschaftsfähig
Nach ca. 2 Wochen
Sport
Nach ca. 8 Wochen

Für wen ist die Behandlung?

Der Eingriff eignet sich für Frauen, die Beschwerden durch verhärtetes Gewebe verspüren, bei denen sonografisch oder radiologisch ein Implantatdefekt festgestellt wurde oder die eine Veränderung ihrer Brustform wünschen.

In einem ausführlichen Beratungsgespräch und einer hochauflösenden Ultraschalluntersuchung analysieren wir die Lage und den Zustand Ihrer aktuellen Implantate sowie das umliegende Drüsengewebe. Gemeinsam besprechen wir Ihre Vorstellungen bezüglich Volumen und Profil. Der Wechsel lässt sich bei Bedarf mit einer Bruststraffung oder einem Eigenfett-Transfer kombinieren, um abgesunkenes Gewebe auszugleichen und einen besonders natürlichen Übergang zu erzielen.

Die Operation

Nach Möglichkeit nutzen wir die bereits bestehende Narbe (z. B. in der Unterbrustfalte), um zusätzliche Schnittführungen zu vermeiden. Über diesen Zugang wird die Implantatkapsel dargestellt und das Implantat entnommen.

Liegt eine Bindegewebsverhärtung (Kapselkontraktur) vor, wird die Kapsel teilweise (partielle Kapselektomie) oder vollständig (totale Kapselektomie) entfernt. Anschließend wird die Implantationstasche präpariert, desinfiziert und für das neue Implantat vorbereitet. In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, einen Implantatlagerwechsel vorzunehmen: Das heißt, wenn das alte Implantat auf dem Muskel lag, kann das neue unter den Muskel eingebracht werden (Subpektoralisierung). Bei entsprechendem Befund wird der Eingriff mit einer zeitgleichen Bruststraffung kombiniert. Das neue Implantat wird passgenau eingesetzt, ausgerichtet und die Wunde mehrschichtig verschlossen, um eine optimale Narbenheilung zu gewährleisten.

Methods

Nach dem Eingriff treten Schwellungen, leichte Hämatome und ein Druckgefühl auf, die innerhalb der ersten Wochen kontinuierlich abklingen. Die meisten Patientinnen berichten, dass die Operation weniger schmerzhaft war als die Erstimplantation, da das Gewebe bereits vorgedehnt ist. Zur Entlastung des Gewebes und zur exakten Positionierung der neuen Implantate tragen Sie für etwa 6 Wochen konsequent einen speziellen Kompressions-BH (ggf. mit Stuttgarter Gürtel). Die Fäden sind in der Regel selbstauflösend, Fadenenden werden nach ca. 10 bis 14 Tagen gekürzt oder entfernt. Im Alltag sind Sie nach 2 Wochen wieder einsatzfähig.

Das Ergebnis

Die korrigierte Brustform sowie die Befreiung von eventuellen Druck- oder Kapselschmerzen sind sofort spürbar und sichtbar. Das finale Endergebnis zeigt sich nach etwa 3 bis 6 Monaten, wenn das Gewebe entspannt ist, die Schwellungen vollständig abgeklungen sind und sich die Implantate in ihrer endgültigen Position gesetzt haben. Moderne Implantate bieten langfristige Formstabilität und höchste Sicherheit.

Risiken

Der Implantatwechsel ist ein bewährter und präzise planbarer Eingriff der plastischen und ästhetischen Chirurgie. Zu den normalen temporären Begleiterscheinungen gehören Schwellungen, Blutergüsse und ein leichtes Spannungsgefühl. Seltene Risiken umfassen Nachblutungen, Wundheilungsstörungen, Asymmetrien sowie das erneute Auftreten einer Kapselfibrose im Langzeitverlauf.

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Ihr Spezialist für Implantatwechsel

„Ein Implantatwechsel bringt nicht nur optische Frische und Symmetrie zurück, sondern schenkt den Patientinnen vor allem ein beruhigendes Gefühl von Sicherheit und Wohlbefinden im eigenen Körper.“

Dr. med. Nico Leibig

Facharzt für Plastische und
Ästhetische Chirurgie
Lerne das Team kennen

Vom ersten Kontakt
bis zur Behandlung.

Ablauf
(1)
Beratung
Ultraschalldiagnostik, ausführliche Beratung und Festlegung des genauen Operationsverfahrens.
(2)
Eingriff
Implantatwechsel (ca. 2–3 Stunden in Vollnarkose), ggf. mit Kapselektomie und Lagerwechsel
(3)
Nachsorge
Tragen des Kompressions-BHs für 6 Wochen
(4)
Ergebnis
Sofortiges Entlastungs- und Symmetriegefühl; finales Ergebnis nach 3 bis 6 Monaten
FAQ

Frequently Asked Question

Eine kurze Übersicht der häufig gestellten Fragen.

Nein. Moderne Qualitätsimplantate besitzen kein festes Ablaufdatum mehr. Liegen im Ultraschall oder MRT keine Anzeichen für einen Defekt, eine Kapselfibrose oder eine störende Formveränderung vor, müssen beschwerdefreie Implantate nicht vorsorglich ausgetauscht werden.

Ja, in den allermeisten Fällen kann die chirurgische Präparation über den bereits vorhandenen Schnitt (meist in der Unterbrustfalte) erfolgen. Es entstehen somit in der Regel keine neuen, zusätzlichen Narben an der Brust.

Ist die Kapsel zart und unauffällig, kann sie belassen werden. Bei einer Kapselfibrose (Verhärtung) oder einem defekten Implantat wird die Kapsel teils oder ganz entfernt, um ein weiches und natürliches Gewebelager für das neue Implantat zu schaffen.

War die ursprüngliche Brustvergrößerung ein ästhetischer Eingriff, werden die Kosten für einen Wechsel von den gesetzlichen Krankenkassen leider nicht übernommen – dies gilt auch bei Komplikationen wie einer Kapselfibrose oder einem Implantatdefekt.

Gut zu wissen: Viele führende Implantathersteller bieten für ihre Produkte umfangreiche Garantien an. Bei einer Kapselfibrose oder einem Materialdefekt beteiligen sich viele Hersteller finanziell an den Kosten für die Ersatzimplantate oder stellen diese kostenfrei zur Verfügung. Wir prüfen Ihren Implantatpass im Beratungsgespräch gerne auf bestehende Garantieansprüche.

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