Wenn die Haut um die Augen an Elastizität und Spannkraft verliert, kann es zu einem erschöpften und müden Gesichtsausdruck kommen, obwohl Sie sich fit und frisch fühlen. Hier führt eine Oberlidstraffung zu einem erholten Aussehen. Bei ausgeprägten Hängelidern, wenn eine Gesichtsfeldeinschränkung vorliegt, kann eine Korrektur der Oberlider sogar aus medizinischen Gründen notwendig werden.

Für Frauen und Männer, die unter erschlaffter Lidhaut leiden, ist eine Augenlidkorrektur zu empfehlen. In der Regel wird dieser Eingriff nach dem 35. Lebensjahr interessant, bei familiärer Vorbelastung vorzeitig erschlaffter Lidhaut kann der Eingriff unter Umständen auch schon früher sinnvoll sein.
In einem ausführlichen Beratungsgespräch, und nach eingehender Untersuchung Ihrer Augen inklusive funktioneller Tests, entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen einen operativen Plan, um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Die Lidstraffung kann allein oder nach Bedarf auch in Kombination mit anderen Eingriffen und minimalinvasiven Behandlungen durchgeführt werden. In einigen Fällen ist nicht das Oberlid alleine die Ursache für das müde oder grimmige Aussehen, sondern eine Kombination mit einer zu tief sitzend Augenbraue. Dann kann ein Augenbrauenlift in Kombination sinnvoll sein.
Bei der Oberlidblepharoplastik wird nach exakter Anzeichnung der Hautüberschüsse und lokaler Betäubung ein feiner Schnitt exakt in der natürlichen Umschlagfalte des Oberlids gesetzt. Über diesen Zugang wird die überschüssige Haut präzise entfernt und bei Bedarf vorsichtig hervorquellendes Fettgewebe sowie erschlaffte Muskelanteile verkleinert oder neu konturiert. Nach vorsichtiger Blutstillung wird die Wunde mit einem durchgehenden, hauchfeinen Faden verschlossen, der intrakutan im Gewebe verläuft. Der Eingriff dauert ca. 60 Minuten und hinterlässt durch die Lage in der Lidfalte eine nahezu unsichtbare Narbe.
Nach der Operation ist mit leichten Schwellungen und eventuell Blutergüssen zu rechnen, die nach ca. 7-10 Tagen zurückgehen. Die Fäden werden nach 7 Tagen gezogen. In den ersten 2-3 Tagen sollten Sie sich schonen. Um das Abklingen der Schwellungen zu unterstützen, empfehlen wir unbedingt die Kühlung der behandelten Gesichtspartien. Gesellschaftsfähig sind Sie wieder nach etwa 7-10 Tagen.
Das endgültige Ergebnis kann nach etwa 2-3 Monaten zuverlässig beurteilt werden, wenn die Schwellungen komplett abgeklungen sind. Die Narben sind in nahezu allen Fällen kaum sichtbar. Das Ergebnis ist dauerhaft, wenngleich der natürliche Alterungsprozess dadurch nicht aufgehalten werden kann. Ein zweiter Eingriff ist selten erforderlich und wenn, dann frühestens nach 10 bis 15 Jahren.
Die Oberlidstraffung gilt als sehr sicherer und komplikationsarmer Eingriff, bringt jedoch wie jede Operation allgemeine und spezifische Risiken mit sich. In den ersten Tagen nach der OP sind leichte Schwellungen, Hämatome sowie ein vorübergehendes Trockenheits- oder Spannungsgefühl der Augen völlig normal und klingen rasch ab. Selten kann es zu Nachblutungen, Infektionen, leichten Asymmetrien oder einem vorübergehenden Inkompletter Lidschluss kommen, was aber typischerweise von alleine nach einigen Tagen verchwindet. Durch präzise OP-Technik und die Schonung der feinen Gewebestrukturen lassen sich diese Risiken jedoch auf ein Minimum reduzieren, während die feine Narbe in der natürlichen Umschlagfalte in der Regel nahezu unsichtbar verheilt.
„Die Oberlidstraffung ist ein toller Eingriff. Man sieht erholt und freundlich aus und der Eingriff bleibt trotzdem unauffällig. Und das alles ambulant und in lokaler Betäubung.“






Nach Entfernung der Hautfäden kann ohne weiteres Augen-Make-up getragen werden. Manchmal bestehen nach einer Woche auch noch geringe blaue Flecken, die mit Make-up gut überdeckt werden können.
Grundsätzlich ist es natürlich wegen der anatomischen Nähe der Präparation nicht auszuschließen, dass das Auge verletzt wird, was aber bei routinemäßigen Operationen mit Lupenbrillen praktisch nicht vorkommt.
Die Sehkraft wird prinzipiell nicht verändert, allerdings besteht vor der Operation durch Erschlaffung der Oberlider oft eine Einschränkung des Gesichtsfeldes, welche dadurch wieder normalisiert wird. Gegebenenfalls werden auch Tränenbenetzungsstörungen durch eine Unterlidstraffung behandelt.
Der Eingriff kann ohne weiteres bei Permanent-Make-up durchgeführt werden, da dieses unter der Lupenbrille sorgfältig geschont werden kann.